Aufgabenbereiche der Schulsozialarbeit der Gemeinde Brechen

Drei Säulensystem der Schulsozialarbeit:

Einzelfallhilfe

  • vertrauliche und freiwillige Gespräche für alle Schüler*innen,  z.B. bei Trennung der Eltern, Gewalt in der Familie, selbst verletzendem Verhalten, 
  • Die individuelle Beratung und Unterstützung von Schülern und Schülerinnen ist so vielfältig wie ihre Lebenslagen und bildet einen der Hauptarbeitsschwerpunkte der Schulsozialarbeit der Gemeinde Brechen gemäß der gesetzlichen Vorgaben des §13a SGB VIII-Bindeglied Jugendhilfe-Schule
  • Kollegiale Beratung und Austausch von und mit Lehrerinnen und Lehrern
  • Netzwerkkoordination an weitere soziale externe Institutionen, um die Lebenswelt des Schülers/der Schülerin zu verbessern

Präventions- und Projektarbeit

  • Projektveranstaltungen zu Themen wie: Mobbing, Cybermobbing, Jugendkriminalität, Sexualität, Alkohol und Cannabis, Jugendkriminalität, Soziale Netzwerke, politische Partizipation etc.
  • offene Jugendarbeit (Organisation offener Treffs)-Spieloase/Internetcafé

Schulentwicklung

  • Mitwirkung am Schulprogramm (Konzeption)
  • Mitarbeit in schulischen Gremien (Gesamtkonferenz, Förderkonferenzen, Krisenteam)
  • Gleichberechtigter Partner*in in der Organisation des Ganztages
  •  
  • Begleitung bei Elterngesprächen
  • Vermittlung geeigneter Hilfen (Schuldenberatung, Erziehungsberatungsstellen etc.)

Freizeitpädagogik

  • Gestaltung und Betreuung im Freizeitbereich (Kooperation kommunale Jugendarbeit)
  • Einbindung in verschiedene Jugendveranstaltungen der kommunalen Jugendarbeit – KiJuGo –

Netzwerkarbeit

  • Schulleitung
  • Förderschullehrkräfte
  • Integrationsfachkräfte
  • Ärzte, Pychiatrie
  • Projektanbietende
  • Polizei
  • Jugendhilfe/Sozialer Dienst
  • JBW-Limburg
  • Sozialamt
  • Jobcenter
  • Beratungsstellen (Sucht, Schulden, Erziehung)

Suchtprävention – Projekt „HAPPY HOUR“

Konzeptionelle Ausarbeitung und Nachbau eines interaktiven Parcours zum Thema Tabak und Alkohol in Kooperation mit der Jugend- und Drogenberatung Limburg-Weilburg und den Schulsozialarbeitern der Gemeinden Hünfelden, Selters/Ts. und Weilburg. „Happy-Hour“. Das sind 6 interaktive Mitmachstationen, die die Jugendlichen dazu einladen, sich spielerisch mit den Alltagssuchtstoffen Alkohol und Tabak auseinanderzusetzen. Neben ausgewählten Sachinformationen, welche auf mobilen Stellwänden zu lesen sind/waren, gibt/gab es viel zum Ausprobieren. So konnten die Schüler/innen an der Station „Smartphone“ alles über Mediensucht erfahren. An der Station „Drunkbuster“ konnten die Schüler/innen durch das Aufsetzen von Rauschbrillen erfahren, wie es sich anfühlt mit 1,5 Promille eine SMS zu schreiben, oder einen Schlüssel in ein Türschloss zu stecken. An der Station „Promille“ erfuhren die Schüler/innen viel über den Konsum von Alkohol, wo liegen die Gefahren, und wie kann man seine Grenzen erkennen, damit die Party nicht im Koma endet. Die Stationen „Dampf ablassen“ und „Shisha“ beschäftigten sich mit dem Themen der Raucherprävention. Gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen ist hier das Ziel. Der Parcours richtet sich an Schüler und Schülerinnen ab der Jahrgangsstufe sechs aller weiterführenden Schulen im Landkreis. Jede Station wird von einem Moderator/Schulsozialarbeiter*in begleitet, so dass kompetente Ansprechpartner/innen für Fragen, mögliche Diskussionen und eine Sensibilisierung für das Thema zur Verfügung standen. Alkohol und Tabak sind legale, gesellschaftlich tolerierte Suchtstoffe mit dem größten Suchtpotential bundesweit. Die Initiatoren des Parcours sind sich sicher, dass sie damit die präventive Arbeit an den Schulen wirksam unterstützen. Durch die Informationen und die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema wird die Risikokompetenz der Jugendlichen gefördert, die Nichtkonsumenten werden in ihrer Haltung bestärkt, Genuss- und Konsumverhalten werden bewusst gemacht, und schließlich soll jeder Teilnehmer zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Suchtmitteln angeregt werden.

Unterstützung der Einschulungsfeiern sowie Abschlussfeiern 

Aufgabe von Schulsozialarbeit ist es Schulkultur positiv zu beeinflussen und mit zu gestalten. Dies geschieht in den jährlichen Einschulungs-sowie Abschlussfeierlichkeiten.

Hier wirkt Schulsozialarbeit als Netzwerkkoordinatorin und lädt z.B. zu  regelmäßigen Planungssitzungen ein, aber auch das Projekt „School @ N Dance“ ausgeführt von der Tanzschule Schöffl wurde von Seiten der Schulsozialarbeit unterstützt.

Dies ist ein exklusiver Tanzkurs in Zusammenarbeit mit der Limburger ADTV Tanzschule SCHÖFFL und wurde u.a. von einigen Eltern, vielen Schülerinnen und Schülern und einzelnen Lehrerinnen und Lehrern angeregt worden und ist nun seit Jahren  fester Bestandteil unserer Schulkultur. Das besondere an der Idee ist, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit viel Freude in 6 Unterrichtseinheiten a 60 Minuten die wichtigsten und zur Zeit angesagtesten Tänze lernen, sondern auch über die wichtigsten Kommunikationsregeln und aktuellsten Umgangsformen für ein sicheres Auftreten in Gesellschaft und Beruf informiert werden.