Wiederholte Auszeichnung beim Wettbewerb Starke Schule

ine starke Schule in einer starken Gemeinde · Auszeichnung in Wiesbaden: Die Schule im Emsbachtal gehört erneut zu den fünf besten Schulen in Hessen

Wiesbaden / Brechen, 02.03.2017. Zum fünften Mal seit 2007 gehört die Schule im Emsbachtal zu den besten Schulen in Hessen – gestern zeichnete Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz die Schule aus. Damit befindet sich die Schule nach 2011 und 2015 erneut unter den fünf besten Schulen im Ranking  der hessischen Teilnehmerschulen beim Wettbewerb „Starke Schule-Wettbewerb.

Rund 500 Schulen haben sich in diesem Jahr wieder bundesweit bei „Starke Schule“ beworben. Der Wettbewerb prämiert die herausragende Arbeit, die diese Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt leisten und wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt. „Ein Wettbewerb, der Schulen dafür prämiert, dass sie die Jugendlichen in ihren Kompetenzen und der Berufsorientierung individuell fördern, passt gut zu unserem Verständnis von Bildung und Erziehung. Durch die Eröffnung zukunftsorientierter Perspektiven tragen die Projektpartner gemeinsam dazu bei, kompetente und motivierte junge Menschen in das Berufsleben zu entlassen“, würdigte Staatsminister Prof. Dr. Lorz.

Der Schule im Emsbachtal gelingt es ihren Schülerinnen und Schülern mit ihrem umfangreichen Berufsorientierungskonzept durch vielfältige Angebote bereits frühzeitig eine berufliche Orientierung zu gewähren. Zu den Besonderheiten der Schule gehört neben dem bereits seit über 10 Jahren vier Mal ausgezeichneten Berufsvorbereitungskonzept, besonders das seit einem Jahr neue Ganztagskonzept, das neben der Grundschule auch für Haupt- und Realschüler eine bessere Lernkonzeption bietet. Von der Jury belobigt, dass die Schule die Zusammenarbeit mit über 660 Betrieben aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus ausübt. Bereits im Jahr 2016 wurde das seit zweieinhalb Jahren praktizierte Konzept zur Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen des Deutschen Lehrerpreises mit dem Innovationspreis der ZEIT ausgezeichnet.

Bürgermeister Frank Groos, der die Delegation nach Wiesbaden begleitete, gratulierte den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften. „Eine tolle Leistung, die mich als Bürgermeister der Gemeinde Brechen stolz und glücklich macht“, so Groos.

Dass diese Zusammenarbeit so gut gelingt, liegt auch an der seit vielen Jahren praktizierten Unterstützung durch die gemeindliche Jugendsozialarbeiterin Madlen Wagner, die auch Bürgermeister Frank Groos sowie seinen Vorgänger Werner Schlenz für das gemeinsame Anliegen von Gemeinde und Schule durch gezielte Projekte gewinnen konnte.

Auch Regierungsdirektor Michael Scholz, Leiter des Staatlichen Schulamtes Limburg-Weilburg, freute sich über die Auszeichnung einer Schule in seinem Schulamtsbezirk. Er war extra nach Wiesbaden gekommen, um der Delegation mit Konrektorin Anette Ruberg-Neuser an der Spitze seine Gratulation auszusprechen

Den mit 5000 Euro dotierten ersten Platz belegt die Gesamtschule der Stadt Kelsterbach, deren Einzugsgebiet im Bereich des Flughafens in Frankfurt liegt.

Platz 2 und 3500 Euro gingen an die Martin-Niemöller-Schule aus Riedstadt. Den dritten Platz belegte die Heinrich-Kraft-Schule in Frankfurt am Main, die Schülerschaft, die einen Migrationsanteil von fast 90% hat, darf sich über 2000 Euro freuen. Den Platz vor Niederbrechen belegte ebenfalls eine Ganztagsschule aus dem Nordhessischen Wolfhagen, die Wilhelm-Filchner-Schule.

Neben den Geldpreisen profitieren alle Schulen vor allem von der Aufnahme in das länderübergreifende Netzwerk. Vier Jahre lang erhalten Lehrkräfte und Schulleitungen hier Zugang zu zahlreichen akkreditierten Fortbildungen zur Unterrichts- und Organisations-entwicklung. Das Netzwerk hat sich zu einem Forum entwickelt, in dem sich die engagiertesten Lehrkräfte Deutschlands austauschen, weiter qualifizieren und über Bundeslandgrenzen hinweg zusammen an der Schule von morgen arbeiten.

„Unser Anliegen ist es, gute Schulen zu stärken und dafür zu sorgen, dass sich ihre

ausgezeichneten Konzepte weiter verbreiten. Die Preisträger nehmen eine Leuchtturm-

Funktion in der deutschen Schullandschaft ein“, sagt John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Projektpartner.

Bewerben konnten sich alle allgemeinbildenden Schulformen, die zur Ausbildungsreife

führen. Aus den rund 500 Einsendungen hat die Jury mit Expertinnen und Experten aus

Bildung, Ausbildungsmarkt, Wirtschaft und Wissenschaft auf Basis der schriftlichen Bewerbungen und nach über 60 Schulbesuchen die Landessieger ermittelt. Bei ihrer Entscheidung bewertete die Jury, wie Schulen und Lehrkräfte Grundlagen schaffen, Begabungen ausbauen, Übergänge meistern und Netzwerke nutzen. Dabei wurden die jeweiligen regionalen und soziokulturellen Rahmenbedingungen mit berücksichtigt.

Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die erstplatzierte Gesamtschule der Stadt Kelsterbach nun die Chance auf den Bundessieg, der im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 18. Mai 2017 in Berlin bekannt gegeben wird. © Carina Merth / Schule im Emsbachtal

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