Praxistag

In den Klassen 8 und 9 können die Schülerinnen und Schüler sich zwischen den verschiedenen Angeboten: Limburger Modell und schulischer WPU-Unterricht (NaWiTec und Französisch) für den kontinuierlichen Praxistag entscheiden. Ähnlich wie beim Betriebspraktikum suchen sich die Jungen und Mädchen entweder eigenständig oder unter Anleitung einen Praxistagplatz. Mithilfe der Bestätigung kann der Betrieb in der Praktikumsdatenbank aufgenommen werden und die betreuende Lehrkraft kann auf Basis der Daten Dokumente erstellen und die Jugendlichen in dem Unternehmen besuchen. In der 8. Klasse beginnt der Praxistag im zweiten Halbjahr, damit im ersten Halbjahr im theoretischen Berufsorientierungsunterricht dieser vorbereitet werden kann. Diese Vorbereitung setzt sich beispielsweise aus folgenden Themenbereichen zusammen: eine Profilerstellung der Stärken und Schwächen, Bewerbungsanschreiben an den Wunschbetrieb, Einüben verschiedenster Kommunikationsformen, Vorstellen der eigenen Person. Der Berufswahlpass begleitet auch in diesem Schuljahr die Jungen und Mädchen, sodass einzelne abgestimmte Unterrichtseinheiten aus ihm entnommen werden. In den zusätzlichen wöchentlichen zwei Reflexionsstunden (Fach PRO), bearbeiten die Schülerinnen und Schüler schriftliche Arbeitsaufträge, um ihre Praxistage zu reflektieren.
Der kontinuierliche Praxistag ermöglicht den Jugendlichen zum einen Erfahrungen in verschiedensten Berufsfeldern zu sammeln, zum anderen aber auch für diejenigen, die bereits ihren Traumberuf gefunden haben, längerfristig in der Berufswelt Fuß zu fassen. Nicht selten empfehlen sich Schülerinnen und Schüler über den Praxistag für eine Ausbildung. Die Zielsetzung ist also im Allgemeinen als Erreichen der Ausbildungsreife zu bezeichnen, im Einzelfall ein individualisiertes Ziel beispielsweise die Entscheidung in dem Praxistagbetrieb die Ausbildung zu absolvieren oder sich für den Realschulabschluss zu entscheiden oder weitere Berufsfelder kennenzulernen. Eltern sind herzlich eingeladen, in Gespräche in Schule und bei Besuchen in den Betrieben sich über ihre Jugendlichen zu informieren und zu begleiten. Gerade bei ihrer Mitwirkung strengen sich die Einzelnen häufiger noch stärker an, da sie ihren Eltern imponieren wollen und auch die Betriebe fühlen sich sicherer, wenn die Verhandlungen über ein mögliches Ausbildungsverhältnis gemeinsam mit den Eltern stattfinden.